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October 2013

Die IGEL AG sieht großes Potential in der Niedervolt Technik


Die IGEL AG sieht großes Potential in der Niedervolt Technik als nächsten Schritt zur Elektrifizierung des Antriebsstranges. Während viele großen Hersteller verstärkt auf Hochvolt Technologie setzen, entwickelt die IGEL AG ein leistungsfähiges Niedervoltsystem. Der Vorteil dieses Systems ist, dass bei Spannungen im Niedervoltbereich unterhalb von 60 VDC laut ECE-R 100 keine zusätzlichen Maßnahmen für den Berührungsschutz notwendig sind. Dies bietet nicht nur ein Kostenpotential in der Herstellung sondern auch in der Wartung der Antriebseinheiten.

Die IGEL AG entwickelt derzeit eine Urban Mobility Drive Plattform, die als Hybrid Antrieb für Kraftwägen und als Elektroantrieb für Krafträder und New Urban Drive Vehicles (Ein Vertreter dieses Bereiches ist zum Beispiel der Renault Twizy) eingesetzt werden kann. Es sollen Leistungen realisiert werden, die deutlich über bisherigen Niedervolt Systemen liegen. Bei Hybrid Systemen bietet diese Technologie gerade im Hinblick auf ein mögliches 48 V Bordnetz ein großes Potential. Es wäre somit kein weiteres Hochvolt Bordnetz für den Hybridantrieb notwendig.

Derzeit befindet sich ein Elektromotorrad als Technologieträger in der Entwicklung und soll ab Mitte nächsten Jahres zu Testfahrten bereit stehen. „Bei der Entwicklung der Antriebseinheit standen vor allem die Themen Fahrspaß und Urban Mobility im Fokus“ sagt Wolfgang Brenner, Projektleiter Motorrad bei der IGEL AG. „Wir sind sicher mit unserem Urban Mobility Drive ein Niedervolt Konzept zu realisieren was derzeit am Markt nicht vorhanden ist.“

Das Motorrad soll eine Beschleunigung von 0-60km/h in unter 4 Sekunden ermöglichen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und einen Drehmoment von über 100Nm. Der Energiespeicher mit einer Kapazität von 5KWh soll eine Reichweite von 100km ermöglichen.

Bei Motorrädern für den urbanen Gebrauch ist die Hochvolt-Technik aus Sicht der IGEL AG nicht notwendig. Mit einem Niedervolt System können ausreichende Leistungen für den

Stadtzyklus dargestellt werden. Durch die hohen Leistungen ist die Kühlung ein zentrales Thema, wobei man bei der Entwicklung auf zusätzliche Kühlmedien verzichten will. Es gibt verschiedene Ansätze den Elektromotor, die Batteriezellen und die Leistungselektronik nur mit Luft zu kühlen.